Im Test: Die Gamingmaus M8-610 von Genius

Die Gamingmaus M8-610 bietet viele Einstellungsmöglichkeiten im dpi Bereich und fällt durch LED Akzente in Mausrad und Logo auf jedem Schreibtisch sofort auf.

Nein, bei der Firma Genius ist in diesem Fall nicht die aus dem TV Shopping gemeint, welche den Nicer Dicer vertreibt. Gemeint ist die bereits 1983 gegründete Firma Genius mit Hauptsitz in Taiwan. Genius biete eine riesige Palette an PC Peripherie und Unterhaltungselektronik, vor allem aber Mäuse und Tastaturen an. Auch wenn noch nicht besonders bekannt, hat Genius mit der GX-Gaming Reihe auch ein eigenes Sortiment für Zocker. Aus dieser Reihe wurde mir die Gaming Maus M8-610 Scorpion zum Test zu Verfügung gestellt und im Folgenden stelle ich euch diese vor.

Design

Neben technischen und ergonomischen Eigenschaften ist gerade im Gamingbereich auch das Design ein wichtiger Punkt. Während bei reinen Office Produkten meist eher auf einen schlichten Look gesetzt wird, steht bei Gaming Hardware oft auch ein cooler Look im Vordergrund. Eingebaute Displays, Schnittstellen für Smartphones, LED-Beleuchtung, aggressives Design, unzählige, freiprogrammierbare Tasten gehören zum Standard bei Gaming Hardware.

Auch Genius‘ Gaming Geräte setzten auf diese Designelemente. Und das kann sich sehen lassen. Ohne designtechnisch besonders überladen und völlig abgefahren zu wirken schafft es Genius die M8-610 wie eine echte Gaming-Maus aussehen zu lassen.

Raue, gummierte Flächen an den Seiten, ein beleuchtetes Mausrad und das bunt pulsierende Skorpion Logo sorgen neben dem textilen USB Kabel und der matt-schwarzen Oberfläche für einen coolen Look. Körper und Tasten sind aus einem Stück gefertigt, sodass sich eine sehr clean-aussende Oberfläche ergibt.

Ergonomie und Verarbeitung

Die Ergonomie der Maus ist durchaus in Ordnung. Grundsätzlich lässt sich auch länger mit ihr Arbeiten oder spielen, ohne das die Hände wehtun oder ermüden. Dennoch ist anzumerken, dass sie Maus eher für größere Hände designed wurde. Außerdem sind die beiden Haupttasten so geformt, dass Mittel- und Zeigefinger recht stark gespreizt werden müssen. Ich kann mir aber vorstellen, dass baulich vergleichbare Gaming Mäuse wir beispielsweise die Razer DeathAdder ähnliche Merkmale aufweisen.

Die seitlich angebrachten Daumentasten sind sehr gut gelegen. Ohne den Daumen anheben zu müssen erreicht man beide Tasten. Versehentlich oder ungewollt habe ich sie nie gedrückt.

Verarbeitet ist die M8-610 wirklich sehr gut. Was anderes kann man nicht sagen. Es klappert nichts, alle Teile sitzen fest und fühlen sich sehr wertig an. Als Kritikpunkt fiel im Test nur auf, dass die Maus aus unbekannten Gründen nicht ganz plan auf dem Tisch aufliegt. Sie wackelt beziehungsweise kippelt ganz leicht. Während der Benutzung fällt das zwar nicht auf, sollte bei einer guten Maus aber trotzdem nicht vorkommen.

Gewicht

Das Gewicht von 154g empfinde ich als sehr angenehm. Die M8-610 ist nicht zu leicht  und nicht zu schwer. Sie bietet einen guten Widerstand und lässt sich nicht zu leicht versetzten. Schnelle Bewegungen sind aber auch überhaupt kein Problem. Das Gewicht könnte etwas besser verteilt sein, hebt man die Maus an, kippt sie leicht nach hinten weg.
Super für Gamingmäuse sind natürlich auswechselbare Gewichte, solche gibt es hier leider nicht.

Sensor und Tasten

Die Tasten und deren Druckpunkte habe ich als sehr angenehm wahrgenommen. Bei den Haupttasten ist der Druckpunkt etwas härter als bei den Daumentasten eingestellt. Dies stellt sich im Alltag als genau die richtige Entscheidung dar, denn der Daumen muss so wenige Kraft aufwenden um die Tasten zu drücken, während die Finger auf den Haupttasten auch einmal abgelegt werden können, ohne das gleich eine Eingabe geschieht.

Der optische Sensor ist ein class 1 Laser und kann bis zu 8200 dpi auflösen. Leider hat er hat mich nur teilweise überzeugen können. Während die M8-610 in spielen präzise und ohne Probleme funktionierte, fiel mir beim Arbeiten in Windows schon ein Unterschied zu meiner eigenen Logitech Maus auf. Gerade nach kleinen Symbolen muss oft zweimal geklickt werden, weil die Bewegungen mit der Maus teilweise etwas sprunghaft wirken. Auch eine Reduzierung von dpi oder Zeigergeschwindigkeit konnten das Problem leider nicht vollständig lösen.

Als Gamingmaus, was die M8-610 ja nun sein soll, schlug sie sich aber sehr gut.

Software

Die Software „SmartGenius“, welche auf der Website von Genius zum download zu Verfügung steht, bietet vor allem viele Einstellungsmöglichkeiten für die insgesamt sechs Tasten. Diese lassen sich alle frei konfigurieren und nach den eigenen Wünschen anpassen. Dabei ist man nicht nur auf vorgegebene Befehle wie beispielsweise „Linksklick“ oder „im Browser einen Schritt zurück“ beschränkt. Mittels eines Makro-Recorders können Tasteneingaben aufgezeichnet und bei entsprechendem Tastendruck wieder abgespielt werden. Diese Aufzeichnungen können dann bei einmaligem Druck entweder einmal abgespielt oder beliebig oft wiederholt werden. Auch kann eingestellt werden, dass ein Makro so lange abgespielt wird, wie die Taste gehalten wird. Wer also in Games wie Arma 3 gerne beim looten nach links und rechts streift, kann sich diese Bewegung auf beispielsweise eine Daumentaste legen und diese so lange ausführen, bis fertig gelootet wurde.

SmartGenius bietet weiter die Möglichkeit die dpi Einstellungen in der Maus anzupassen. Diese lassen sich, sofern die Tastenbelegung nicht verändert wurde, auf der Taste unterhalb des Mausrads umstellen. Hier entfaltet sich das gesamte Potenzial der Genius M8-610 und von GeniusSmart. Die Möglichkeiten die Präzision der Maus einzustellen sind enorm. Insgesamt können acht, durch unterschiedliches leuchten des Mausrads kenntlich gemachte, Modi festgelegt werden. Diese können nicht nur insgesamt in den dpi unterscheiden, sondern es können auch unterschiedliche dpi für X und Y-Achse eingestellt werden. Für verschiedene Games können so unterschiedliche Profile angelegt werden. Auch die aus Windows bekannten Einstellungen für Zeiger- Scroll und Klickgeschwindigkeit können in SmartGenius angepasst werden.

Die dritte Einstellungskategorie „Lightning“ in SmartGenius enttäuscht leider etwas. Die Möglichkeiten die Beleuchtung der Maus zu individualisieren sind doch sehr begrenzt. Man kann sich entscheiden, ob Mausrad und Logo leuchten sollen oder nicht. Zudem kann man zwischen drei Modi wählen, wie schnell das Logo „atmen“ also blinken soll. Das war’s. Hier kann man nur hoffen, dass Genius in Zukunft softwareseitig noch einmal nachlegt und mehr Möglichkeiten zu  Anpassung integriert.

smartgenius lightning
Leider etwas enttäuschend: Die Lichteinstellungen

Fazit

Was bleibt also abschließend zu Genius M8-610 zu sagen? Was ist gut und was nicht? Ich denke die wichtigste Erkenntnis zur M8-610 ist, dass Genius beinahe nichts falsch macht und eine wirklich gute Maus anbietet. Allerdings wird sich leider in einer Preisklasse bewegt in der man bereits sehr gute Gamingmäuse von bekannten Herstellern wie Mad Catz, Razer, Logitech oder Roccat bekommt. Technisch müssen diese Mäuse nicht mal zwangsläufig besser sein, es werden aber noch etwas mehr Features angeboten, wie beispielsweise wechselbare Gewichte oder mehr Makrotasten. Trotz alledem erhält man mit der M8-610 eine grundsolide und gute Maus, welche gerade im dpi Bereich viele Anpassungsmöglichkeiten bietet. Sie kann also definitiv empfohlen werden, könnte sich aber besonders durch einen etwas günstigeren Preis noch mehr von der Konkurrenz abheben.

 

Genius M8-610

48,05€
Genius M8-610
58.5

Design

9/10

    Ergonomie/Verarbeitung

    9/10

      Gewicht

      8/10

        SoftwareSensor und Tasten

        8/10

          Software

          7/10

            Preis

            7/10

              Akkulaufzeit

              0/10

                Preis

                0/10

                  Pros

                  • gute Verarbeitung
                  • Design
                  • frei belegbare Tasten
                  • Gewicht

                  Cons

                  • Preis
                  • Beleuchtung nicht besonders individualisierbar
                  • Leichtes Kippeln

                  Schreibe einen Kommentar

                  Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

                  *